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Mal ein Beitrag in eigener Sache: Ich suche eine preisgünstige und gute linuxkompatible Webcam mit Mikrofon. Laut Rezensionen bei Amazon.de soll das Modell Labtec WebCam Pro recht problemlos unter Linux laufen. Ich nutze Ubuntu Hardy Heron (8.04).

Auch Logitech-Modelle sollen überwiegend mit Linux funktionieren, allerdings scheint es auch hier manchmal Frust zu geben, weil Geräte die unter derselben Bezeichnung verkauft werden offenbar teilweise andere Chipsätz benutzen. Andererseits soll die Mikrofon-Qualität bei Logitech-Modellen besser sein.

Falls Linux-Benutzer unter euch sind, die eine Webcam besitzen: Welche nutzt und wie sind eure Erfahrungen damit?

Links

Nachtrag


Ich habe mich jetzt für die Labtec WebCam Pro entschieden und leider ein bisher ungelöstes Problem mit dem Mikro.

Es gibt ein neues Weblog von mir: Auf Open Source News will ich mich künftig mit allen Themen rund um Linux und Freie Software beschäftigen. Dazu will ich auf die aus meiner Sicht interessantesten Nachrichten und Entwicklungen in diesen Zusammenhang hinweisen und kurz erläutern. Für detaillierte Informationen werde ich, wenn möglich, auf weitere Quellen verweisen.

Genau 10 Tage nach der Veröffentlichung von Ubuntu 7.10 feiert die deutschsprachige Ubuntu-Community ihren einmillionsten Foren-Beitrag. Sowohl die Zahl Beiträge als auch die der Zahl der Benutzer steigt stetig. Einen besonderen Zuwachsschub erlebt Ubuntuusers.de wieder seit der Veröffentlichung der jüngsten Version 7.10.

Wie man den Abbildungen entnehmen kann, haben wir pro Tag aktuell um die 100 Neuanmeldungen und die Anzahl der täglichen Beiträge ist sogar auf über 2000 angewachsen. Seit Anfang des Jahres hat sich die Gesamtzahl aller im Forum geschriebenen Beiträge sogar mehr als verdoppelt und in wenigen Tagen werden wir auch das 50.000ste Forenmitglied begrüßen dürfen.

Neben dem Sommerloch von Anfang Juni bis Ende August erkennt man auch sehr schön, dass nach der Veröffentlichung einer neuen Ubuntu-Version für eine gewisse Zeit die Anzahl der Neuanmeldungen drastisch ansteigt. So hatten wir kurz nach Veröffentlichung von Gutsy Gibbon mehrere neue Besucherrekorde im Forum zu verzeichnen. Der derzeitige Rekord liegt bei 788 [gleichzeitig eingeloggten] Benutzern am 23.10.2007.


Quelle: ubuntuusers.de

Mit der deustchsprachigen Community wächst auch die weltweite Popularität des Systems. Von der New York Times über 3sat bis zu Spiegel Online wird berichtet, selbst Dell bietet inzwischen PCs und Laptops mit vorinstalliertem Ubuntu Linux an.

Herzlichen Glückwunsch an Ubuntuusers.de! Auf dass die Community rund um das freie und kostenlose Betriebssystem weiterhin wächst - und wir damit der Lösung für Bug #1 Schritt für Schritt näher kommen.

Mehr zum Thema

Noch mal ein kleiner Nachtrag zu Microsofts Manipulationen bei der ISO-Standardisierung des pseudooffenen Dokumentenstandards OpenXML:

Der Standardisierungsexperte Andy Updegrove berichtet nun von den Auswirkungen, die Microsofts gekaufte Mitlieder in den nationalen Standardisierungsgremien haben: Der zuständige Normenausschuss JTC 1/SC 34 der ISO ist komplett handlungsunfähig geworden. Die von Microsoft gekauften Mitgliedsfirmen tun natürlich nur das, wofür sie von Microsoft bezahlt wurden: Pro OpenXML stimmen. An sonstiger Standardisierungsarbeit in dem Gremium sind sie nicht interessiert. Weil die Standardisierungsregularien aber eine Mindestanwesenheit bei Abstimmungen vorsehen, hat dies nun zur Folge, dass die gesamte internationale Standardisierungsarbeit in desem Bereich blockiert ist. Auch heise online, Pro-Linux und Golem berichten.

Die wundersame Aufblähung von Standardisierungsgremien rund um die Welt

Vor einem Jahr hatte das nationale Standardisierunggremium in Italien noch fünf Mitglieder - heute sind es 83. Ein Zufall? Wohl kaum, meint Joachim Jakobs, Pressesprecher der Free Software Foundation Europe (FSFE). Denn eine wichtige Entscheidung steht an: Kann Microsoft ein proprietäres Format als weltweiten offenen Standard verkaufen?

Für das Handelsblatt habe ich das Thema bereits ausführlich aufgearbeitet. Wer wissen will, worum es sich bei Microsofts neuem Office-Format Office Open XML handelt, lese dazu bitte meinen Artikel auf Handelsblatt.com: "Microsoft macht auf freizügig". Wen technische Details interessieren, dem empfehle ich diese Präsentation (PDF) von Anand Vaidya, die alle Probleme des Formats ausführlich erläutert.

Nun gibt es aber Neues in dieser Sache zu berichten: Joachim Jakobs, Sprecher der FSFE, informiert über einigen Merkwürdigkeiten rund um die anstehende Entscheidung am 2. September dieses Jahres.

Angesichts des wachsenden Widerstands gegen Microsofts Bemühen, den eigenen Standard bei der Internationalen Organisation für Normung (ISO) zu etablieren, ist Joachim Jakobs die merkwürdige Vergrößerung der nationalen Standardisierungsgremien vieler Länder aufgefallen, die ihre Empfehlung an die ISO abgeben werden. In Italien beispielsweise von fünf auf 83 Mitgliedern, in den USA von 19 auf 26 Mitglieder. Unter den Neumitgliedern sind vor allem Microsoft-Partner. Ein Schutz dagegen gibt es bisher offenbar nicht - die Standardisierungsgremien waren traditionell immer eine eher unpolitische Sache, die für beteiligungswilligen Unternehmen offen ist.

Merkwürdiges gibt es aus Portugal zu berichten: Da führt ein Microsoft Vertreter den Vorsitz der “Technischen Kommission” und verweigert den Vertretern von SUN und IBM die Beteiligung an der Veranstaltung. Begründung: Es gäbe zu wenig Platz in dem Raum!

Quelle: fsfe.org

Trotzdem sprechen sich immer mehr nationale Standardisierungsgremien gegen Microsofts Bemühen aus. Kritische Stimmen kommen inzwischen aus China, den USA und Südafrika. Eine Empfehlung gab es bisher - unter anderem unter Protest von IBM - nur von der ECMA.

Insgesamt sieht es momentan nach Einschätzung vieler Freunde offener Formate eher gut aus im Kampf der Standards. Ubuntu-Grüdnder Mark Shuttleworth schreibt beispielsweise in seinem Blog:

It’s too early to say for certain, but there are very encouraging signs that the world’s standards bodies will vote in favour of a single unified ISO (”International Standards Organisation”) document format standard.

Dazu gibt es auch eine Ikhaya-Meldung.

www.geniisoft.com hat das mit Microsoft Office 2007 eingeführte Format auf seine Verbreitung untersucht: Laut Bericht verliert es klar gegen das herstellerunabhängige OpenDocument-Format, das bereits als ISO-Norm 26300 verabschiedet ist. 13.400 in den vergangenen drei Monaten im Internet publizierten ODF-Dokumenten stehen 1.329 Dokumente im Microsoft-Format gegenüber, was auch Slashdot berichtet.

PS: Die Open-Source-Alternative OpenOffice.org, von der das bereits erwähnte offene ISO-Format OpenDocument verwendet wird, zwingt Microsoft in Polen breits zu Preisnachlässen, wie pro-linux.de unter Berufung auf dobreprogramy.pl berichtet. Microsoft Office 2007 soll demnach statt umgerechnet rund 110 Euro nur noch ca. 50 Euro in Polen kosten.

Update:

Heute (22. August 2007) hat sich das höchste deutsche Standardisierungsgremium, das Deutsche Institut für Normung (DIN), für Microsofts OpenXML-Format als ISO-Standard ausgesprochen. Näheres gibt es dazu auf heise open.

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